Die Altstadt

 

Die Krakauer Altstadt ist ein einstmals von den Stadtmauern umgebenes Gebiet. Die Mauern wurden später durch Grünanlagen ersetzt, die einen besonderen Park im Stadtzentrum ausmachen. Sie wurden im 19. Jahrhundert abgetragen, es blieb aber nur ein kleines Teil zwischen den Straβen: Szpitalna und St. Johannes.
             
Wenn man nur aus dem Krakauer Hauptbahnhof hinausgeht, muss man das riesige Gebäude des Julisz-Słowacki-Theaters bemerken. Der am Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Bau besteht aus drei Teilen, die enthalten: Foyer mit Treppenhäuser, Zuschauerraum (das mit grüner Kuppel gedeckte Teil) und Bühne. Das Theater ist vor allem für die auβergewöhnliche Anmut des im Jahre 1894 vom Maler, Henryk Siemieradzki ausgeführten Vorhangs bekannt. Gleich neben dem Theater befindet sich eine gotische Kirche, die Heilig-Kreuz-Kirche, die mit Freskogemälden aus dem 16. Jahrhundert verziert ist.
             
Auf der anderen Szpitalna-Straβenseite liegt Kleinmarkt, der über Jahrhunderte  ein Nebenplatz des Hauptmarkts war (siehe auch Absatz: Königsweg).
             
In dem südlichen Teil der Altstadt schenken Sie auf die sympathische Bracka-Straβe Ihre Aufmerksamkeit, die von der Franziskanerbasilika und der Krakauer Kurie zum mit zauberhaften Cafés und kleinen Restaurants vollen Hauptmarktplatz führt.
             
Mitte der Bracka-Straβe befindet sich die zu den Gebäuden der Jagiellonen Universität führende Gołębia-Straβe. Am Ende der Straβe steht Collegium Novum, das in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand. Seine Aula wird von einem Leinwand von Johannes Matejko geschmückt, der ein Gespräch zwischen Gott und Nikolaus Kopernikus schildert. Nebenbei, in der Jagiellonen-Straβe ist das älteste Hochschulgebäude in Polen gelegen – Collegium Maius. Der erste Vortrag fand dort im Jahre 1400 statt. In diesem Gebäude gehen bis heute die wichtigsten Hochschulfeiern vonstatten, wie zum Beispiel die Überreichung des Doktortitels Honoris Causa.      

Unweit kann man eine Perle der Barockarchitektur bewundern – St.-Anna-Stiftskirche, die seit 600 Jahren eng mit der Jagiellonen Universität verbunden ist. Sie ist die Hauptkirche der Universität, wo man jedes Jahr den Gottesdienst zum Studienjahresbeginn hält.
             
Nordwestlich vom Hauptmarktplatz gibt es den breiten Stephansplatz. Bei ihm sind u.a. der Kunstpalast des Kunstvereins und Helena-Modrzejewska-Nationaltheater “Stary“ (das Alte) gelegen. Das Theater entstand als das zweite in Polen und begann seine Tätigkeit in diesem Gebäude im Jahre 1799 (früher, seit 1781 handelte es beim Hauptmarktplatz).  

Montag, 20 November 2017
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