Die Hoffnungsaltäre (3)

 

Krakau ist Stadt der Kirchen, was besonders in seinem historischen Zentrum zu sehen ist. Schon im Mittelalter gab man sich gern in der Heiligen Obhut und führten sorgfältig seine Reliquien oder sterbliche Überreste aus anderen Ländern ein.
           
Deswegen entstand hier eine allgemeine Überzeugung, dass jeder hier die Unterstützung von einem bestimmten Heiligen bekommt, dessen Kraft sich auf eine konkrete Wunschkategorie bezieht.         
             
In der Marienbasilika, an der linken Seite der Tür,  ist die von einem Gitter umgebene St.-Anton-Kapelle (Abb.3) gelegen. Eben in diesem Platz verbrachten einstmals die Unglückmenschen die letzte Nacht vor der Hinrichtung oder dem öffentlichen Prügel, deswegen nennte man sie die Kapelle der Verurteilten. Angeblich wurden seine eifrige Bittgebete mehrfach erhört und die Ereignisse nahmen eine unerwartete Wendung.    
             
Der Ruhm dieses Platzes verbreitete sich so, dass eben hier viele Krakauer seine Bitten übergaben, die nicht so strenge Strafen wie früher bedrohten, sondern suchten sie wegen seiner Sorgen nach unterschiedlichen Protektionsweisen, auch nach dieser beim heiligen Anton.

 

Die Krakauer Merkwürdigkeiten

Montag, 25 June 2018
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